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Mit dem Wohnmobil durch Slowenien 6: das Soča-Tal: Tolmin, Nadiža, Kobarid, Sočatröge

Da wir von Süden kommen, besuchen wir zunächst Tolmin mit seinen Schluchten. Bestens organisiert können wir Archie am P2 Parkplatz abstellen, um mit dem schon auf uns wartenden Shuttlebus zum Eingang gefahren werden. Und das auch noch gratis!

Die Begehung der Schluchten dauert knapp zwei Stunden und führt uns zu ganz einmaligen Plätzen wie der Teufelsbrücke oder der Dantehöhle. Bei herrlichem Wetter glitzert das türkise Wasser und die Schluchten zeigen uns wieder einmal, was die Kraft des Wassers alles an Naturschönheiten hervorbringt.

Als Stellplatz haben wir uns ein ruhiges, idyllisches Plätzchen in Gehentfernung zu Kobarid ausgesucht. Der Campingplatz Rut ist fast leer und weitaus ruhiger als die Camps direkt an der Soča, in denen die Outdoorfreaks einquartiert sind.

Außerdem können wir von hier aus noch einen wunderbaren Wanderweg zum Nadižafluß gehen. Dieser ist nicht so kalt wie die Soča und bietet gute Badeplätze.

Die Stimmung am späten Nachmittag ist wunderbar, immer das hohe von der Sonne angestrahlte Triglav- Gebirge vor Augen.

Am nächsten Tag marschieren wir Richtung Kobarid, ein sehr nettes Städtchen mit viel Geschichte. Seine Blütezeit erlebte die Stadt in der Römerzeit, noch heute kann man die antike Höhensiedlung besuchen.

Im Museum machen wir uns mit der jüngeren Geschichte des Tales vertraut. Während des 1. Weltkriegs war das Gebiet ( Soča =ital. Isonzo) Schauplatz imposantester Bergschlachten. Im Beinhaus oberhalb des Ortes wird der vielen Gefallenen dieses schrecklichen Krieges gedacht.

Über die Napoleonbrücke ( ja,auch er war mit seinen Truppen hier!) überqueren wir die Soča. Entlang eines guten Trails oberhalb des fotogenen Flusses samt Hängebrücke erreichen wir den Kozjakwasserfall.

Was für ein einmaliges Erlebnis! Wir sind ja bei Wasserfällen immer ein bisschen skeptisch. Dieser überrascht durch seine einmalige Lage. Fast eine Höhle hat das Wasser über viele Jahre geschaffen, es ist trotz des heißen Tages hier richtig kühl und wir sind von diesem Naturdenkmal sehr beeindruckt.

(Um die Fotos in Originalgrösse zu sehen, auf die einzelnen Fotos klicken)

Auf dem Rückweg durch Kobarid machen wir eine wohlverdiente Pause - auch gute Pizzas machen können die Slowenen. Nochmals können wir auf dem Kamp Rut eine schöne Abendstimmung erleben.

Schönes und stabiles Wetter steigert den Genuss am Campen enorm!

Weiter geht es die Soča flussaufwärts. Wir machen an den großen Sočatrögen einen Fotostopp.

Von der Hängebrücke hat man einen guten Blick in die spektakuläre Schlucht, sonst bleibt die Begehung Abenteurern vorbehalten. Zu unwegsam sind die kleinen Trampelpfade und die Tröge, zu tief eingeschnitten der Wasserlauf.

Nur 4 Kilometer weiter direkt an den kleinen Trögen befindet sich unser nächster Stellplatz. Das Kamp Jelencic, ein Tipp eines slowenischen Campers. Der 40ha umfassende Bauernhof strahlt so viel Ruhe und Ursprünglichkeit aus. Mit viel Glück bekommen wir einen der wenigen Stellplätze, der Großteil des Geländes - Wiesen direkt an der Soča - ist für Zelte reserviert. Das gibt auch dem ganzen seinen Charme. Zweimal täglich wird die Schafherde durch das Gelände getrieben, die Esel weiden auf den Wiesen. Direkt beim Kamp befinden sich die kleinen Sočatröge, nicht so lang und so tief eingeschnitten, dafür besser zu besichtigen.

Wir legen ein Stück auf dem Sočatrail zurück, überqueren die für hier so typischen Hängebrücken und sind von dem, was die Natur hier geschaffen hat, fasziniert.

Aktuelle Info über das Tal findet ihr her: https://www.soca-valley.com/de/

Im Gasthaus können wir die Produkte des Hofes verkosten und abends eine köstliche Sočaforelle verspeisen. Nachmittags sitzen wir direkt am Fluss, ja sogar eine kurze Abkühlung im nur 9 Grad kalten Wasser lassen wir uns nicht entgehen .

Was für ein Wetterglück wir doch haben! Bereits in einem Monat kann es hier schon recht ungemütlich sein, der Winter dauert lange in diesen tiefen Tälern!


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