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Mit dem Wohnmobil durch Slowenien 3: die Karstregion: Postojna, Predjama und Unterwelt von Škocjan

Ortswechsel von Laibach nach Postojna- Adelsberger Grotte.

Wir schätzen es wieder sehr, dass die Entfernungen in Slowenien so kurz sind, man in kurzer Zeit und auf besten Straßen rasch sein nächstes Ziel erreicht.

Das Höhlensystem ist das zweitgrößte für Menschen zugängliche der Welt (das größte befindet sich im Libanon).

Die Tropfsteinhöhle ist 24 km lang, 5 km davon sind zu besichtigen.

Bestens organisiert werden die Besucher in Züge verfrachtet, die sie bequem in die Unterwelt bringen. Zu glauben, dass hier kein Leben existiert, ist weit gefehlt. 175 verschiedene Tierarten leben hier, die meisten sind troglophil. Bereits im 13. Jahrhundert entdeckt, ist die Höhle seit dem 19. Jahrhundert zugänglich.

Wir besuchen die Höhle gleich mit der ersten (deutschen) Führung um 10 Uhr. Die Höhle ist noch leer und das macht die Begehung noch schöner. Was für eine Szenerie, die hier über Tausende von Jahren entstanden ist!

Zum Ansehen in Originalgröße Fotos anklicken!

Nur 9 Kilometer entfernt liegt die Höhlenburg Predjama - ein weiteres Highlight.

Die mittelalterliche Burg ist in eine Felshöhle gebaut. Durch die raffinierte Verbindung von Burg und Höhle - mit vielen Geheimgängen - war sie kaum einnehmbar. Viele Legenden ranken sich um die Geschichte dieses eindrucksvollen Bauwerks.

Und wir haben Glück, erst als wir wieder zu Archie zurückkehren, fängt es zu regnen an. Nach einer Stärkung geht es zu unserem heutigen Übernachtungsplatz.

Der Campingplatz Plana ist ein besonders netter Platz, erst 2 Jahre alt und deshalb auch modern und mit viel Liebe ausgestattet. Ich nutze Waschmaschine und Trockner, um unseren mobilen Haushalt wieder aufzufrischen. Auch das Abendessen, vor allem meine köstliche Tomatensuppe, und das Brett mit lokalen Spezialitäten sind sehr schmackhaft.

Ja ihr seht recht : im Hintergrund ist der Kamin eingeheizt; es regnet von unserer Ankunft bis zur Abreise - schade - die Umgebung hätte es verdient näher erkundet zu werden.

Ein weiteres Highlight des Karstgebietes steht auf dem Programm.

Die Höhlen von Škocjan/St.Kanzianhöhle entstanden durch Regenwasser und Flüsse, die das Kalkgestein über tausende von Jahren gelöst haben. Dadurch formten sich Höhlen und Dolinen – große Trichter in der Landschaft. Im ersten Abschnitt der Kalksteinschichten fließt die Reka (das ist auch das slowenische Wort für Fluss) noch oberirdisch durch eine 4 km lange Schlucht. Vor einigen 100.000 Jahren stürzten Höhlendecken über dem Fluss ein.

Leider ist in der eindrucksvollen Höhle das Fotografieren mit Blitz (zum Schutz der an die Dunkelheit gewöhnten Tiere) verboten.

Wir sind von der Größe, vor allem Höhe der Höhle überrascht. Im ersten Teil sind wieder die typischen Gebilde einer Tropfsteinhöhle zu sehen. Noch viel faszinierender ist der zweite Teil, in dem die Reka direkt durch die Höhle fließt. Aufgrund der Niederschläge der vergangenen Stunden ist es ein reißender, tosender Fluss, ein Naturschauspiel wie wir es noch nie davor gesehen haben.

Normalerweise führt vom tiefsten Punkt der Höhle ein Aufzug wieder ans Tageslicht. Coronabedingt müssen wir über 800 Stufen bewältigen, um wieder das Besucherzentrum zu erreichen. Dabei können wir nochmals am Tageslicht die reißende Reka beobachten, bevor sie in der Karsthöhle verschwindet.

Schweißtreibend, zumal die Sonne wieder vom Himmel lacht und wir höhlentauglich angezogen sind.

Wie praktisch - wir wechseln im Archie unsere warme Kleidung gegen ein T-Shirt und machen uns auf den kurzen Weg Richtung Küste.



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