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Mit dem Wohnmobil durch Slowenien 1: Anreise - Bled - Bohinj

Für die Anreise wählen wir die wenig befahrene Route über Kärnten und den Seebergsattel. Hier dürfen derzeit nur Slowenen und Österreicher die Grenze passieren, deshalb umgehen wir so mögliche Staupunkte.Und werden mit schönen Ausblicken belohnt.

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In Bled wählen wir den zentrumsnahen Stellplatz. Sehr gepflegt mit Strom, Wasser und Entsorgung, kaum besucht und in unmittelbarer Nähe eines Supermarktes und nur wenige Minuten vom See entfernt. So etwas sollte es öfter geben!

Wir treffen Freunde und dürfen auf ihrer Hotelterrasse einen Sundowner mit Seeblick an diesem herrlichen Spätsommertag genießen.

Sie kennen auch schon ein nettes Lokal, das wir abends gemeinsam besuchen.

Wir nutzen das gute Wetter und fahren am nächsten Morgen zum Bohinj Jezero / Wocheinersee, dem größten See in Slowenien.

Was für eine Stimmung, die uns dort erwartet! Der morgendliche Nebel lichtet sich gerade über dem See, die Sonne spiegelt die Bergkulisse im Wasser, was für ein Anblick! Wir fahren mit etlichen Fotostopps bis zum Ende des Sees.

Auf der Strecke sind wir beeindruckt von den gepflegten alten Häusern und der guten Infrastruktur. Ganz anders unser erster Eindruck des Campingplatzes: ein überfüllter, vollkommen chaotisch wirkender Platz in dieser Idylle. Mit Glück ergattern wir einen Stellplatz nahe dem Ufer in einer ruhigen Ecke.

Im Laufe unseres Aufenthaltes ändern wir dann nach und nach unsere Meinung. Nicht nur die Freundlichkeit der Slowenen, sondern auch der Umgang der Gäste untereinander, so harmonisch und fröhlich! Viele junge Menschen haben ihre Zelte im benachbarten Wald aufgeschlagen. Andere bereiten ihre Mahlzeiten am Seeufer zu. Der Platz ist trotz der vielen Menschen super sauber und ruhig.

Bohinj ist, wie wir später erfahren, einer der Lieblingsurlaubsplätze der sehr outdoorbegeisterten Slowenen. Wir können das durchaus verstehen!

Gegen Mittag fahren wir gemeinsam mit unseren Freunden mit der Seilbahn auf den Berg Vogel. Von hier in 1535m hat man eine umwerfende Aussicht auf den See und die Bergwelt. Danach gönnen wir uns noch ein Bad im See.

Der abendliche Spaziergang durch das Camp bestätigt unsere Meinung, dass die Gäste sich hier alle bewusst sind, an welchem wunderbaren Ort sie verweilen dürfen.

Über Nacht fällt wieder Nebel ein. Was für ein Schauspiel, wenn die Sonne den Nebel durchbricht. Nebelschleier halten sich nur mehr über dem Wasser - bevor sie sich ganz der Sonne geschlagen geben.

Wir genießen diese Stimmung während einer Wanderung um das West-und Nordufer. Hier gibt es richtige Strände, glasklares Wasser am Zulauf zum See, Natur pur!

Wir haben es nicht bereut für zwei Nächte diese einmalige Atmosphäre kennen gelernt zu haben

Ortswechsel zu Mittag - wir fahren zurück nach Bled.

Diesmal stehen wir am anderen Ende des Sees, hier gibt es einen Campingplatz mit großer Liegewiese direkt am See. Ich nutze das warme Wetter für einen Sprung in das gar nicht so kalte Wasser. Danach holen wir Rad und Roller heraus und umrunden den See.

Auch hier, obwohl gut von Einheimischen besucht, leidet der Tourismus unter der Coronakrise. Über dem See liegt Ruhe und Entspanntheit. Die Standup Paddler gleiten ruhig über den See, die breite Promenade bietet reizvolle Ausblicke auf die pittoreske Burg und die Insel mit der Kirche. Sauber und äußerst gepflegt reichen die Parkanlagen bis an den See. Bemerkenswert auch, dass es rund um den See überall öffentlich zugängliche Badestellen gibt.

Natürlich nehmen auch wir in einem der Holzboote Platz und lassen uns zur Insel rudern, vorbei am ehemaligen Ferienhaus von Tito.

Das ist aber auch schon das Einzige, was an die kommunistische Zeit dieses Landes erinnert. Die sonstigen Bausünden dieser Zeit liegen geballt im oberen Teil von Bled und sind der heutigen Zeit angepasst worden. Auf der Insel besuchen wir die Kirche, dürfen die Glocke läuten und uns dabei etwas wünschen. Danach gibt es köstliches Eis.

Abends essen wir sehr gut leckere Forelle und lassen uns auch die berühmte Bleder Cremeschnitte nicht entgehen. Leider endet der Abend jäh, als Andy von einer Wespe unterhalb des Auges gestochen wird. Diese Biester haben es scheinbar auf ihn abgesehen! Mit sofort bereitgestelltem Eis kühlt er den Einstich.

In der Nacht fallen erste Regentropfen- morgens ist es wieder sonnig und warm. Ich walke rund um den See und erfreue mich an dem Treiben: Taucher im See, Paddler am Wasser, Paragleiter über dem See... für jeden gibt es hier Sportangebote. Nach dem Frühstück türmen sich Gewitterwolken auf. Wir hatten vor, die Vintgarschlucht zu durchwandern. Auf dem Weg dorthin stellt sich uns eine schwarze Gewitterwand entgegen. Wir sind mobil und spontan, also kurzfristige Planänderung und Fahrt nach Laibach. Schon wenige Kilometer südlich reißt die Wolkendecke auf.


Hier gehts weitere mit dem Artikel zu unserem Laibach-Besuch.

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