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Griechenland 2021 Teil11 - Über das Gebirge in das bezaubernde Monemvassia- Gythion


Von Leonido aus wollen wir noch weiter in den Süden des Ostpeloponnes vordringen. Auf Grund der gebirgigen Landschaft, der schroffen Küsten und des schlecht ausgebauten Straßennetzes muss die Streckenführung gut geplant sein.

Zunächst geht es von der Küste in vielen Kehren steil bergauf.


Kaum bewohnt ist die karge Landschaft und das Verkehrsaufkommen ist gering. Atemraubend sind die Ausblicke hinunter zur Küste. Aufgrund der Erfahrungen anderer Camper haben wir die Strecke über das Landesinnere gewählt. Wir durchfahren menschenarme, dafür an Schafen und Ziegen reiche Hochebenen. Ganz selten mal ein kleines Dorf oder eine Farm. Ansonsten Natur pur!


Konzentriertes Fahren ist hier Voraussetzung, denn die Straßen haben so ihre Tücken. So großartig die Landschaft hier ist, sind wir froh, als wir nach zweistündiger Fahrt vor Monemvassia wieder auf eine Hauptstraße einbiegen.


Schon bald können wir den großen Felsen ausnehmen, an dessen Rückseite, vom Land aus nicht zu sehen, Monemvassia liegt



auf dem Damm, der de Halbinsel heute mit dem Festland verbindet, finden wir für Archie einen ganz besonderen Platz !

Im 6. Jahrhundert wurde Monemvasia als Zufluchtsort für die Bewohner der nahen Siedlungen am Festland erbaut. Die Stadt war vom Land aus durch den steil aufragenden Momolithen nicht zu sehen. Lange galt der Ort als uneinnehmbar. DerName „moni emvasia“ bedeutet „einziger Zugang". Das mächtige Stadttor ist , auch wirklich die einzige Möglichkeit in die von Mauern und dem hohen Felsen geschützte Stadt einzudringen.

Im Inneren soll es sogar Getreidefelder gegeben haben, wodurch der Ort autark war. Doch 1249 – nach dreijähriger Belagerung – gelang die Eroberung, danach begann eine sehr wechselvolle Geschichte unter der Herrschaft der Osmanen, Venezianer, Franken, , einem Seeräubers sowie auch des Papstes.

Bis 1715, als die Venezianer den von ihnen "Malvasia" genannten Ort kampflos den Türken überließen, war auch das Gipfelplateau des steilen Felsklotzes besiedelt. Noch heute kann man nach einem steilen Aufstieg die Überreste sehen und hat einen fantastischen Blick auf die zu Füßen liegende Stadt.

Jede der Epochen hat ihre Spuren hinterlassen, fast museal wirkt die Stadt in manchen Bereichen. So war der Hauptplatz die Agora der Byzantiner, Marktplatz der Venezianer und Basar der Osmanen.


Wir entdecken immer wieder neue Highlights, gehen durch die engen Gassen mit ihrem glatt geschliffenen Kopfsteinpflaster und können uns an den schönen Ausblicken nicht genug satt sehen.


Auch kulinarisch können wir in einem entzückenden Lokal die Spezialitäten der Region verkosten: Die gefüllten Melanzaniröllchen, hausgemachte Pasta, dazu ein Gläschen lokalen Malvasiawein - ein absolutes Highlight.


Wir sind hingerissen von der einmaligen Lage am Meer. Oft wird Monemvassia mit Gibraltar verglichen, wir finden es weitaus schöner, vor allem lieblicher.

Es fällt uns schwer, die Stadt wieder zu verlassen, doch wir haben noch ein Stück zu fahren und erreichen gegen Abend Gythion nachdem auch wir die Bucht mit dem bekannten Schiffswrack umfahren haben.


Gythion war die Hafenstadt des antiken Sparta. In der fast kreisrunden Bucht reihen sich rund um den Fischerhafen jede Menge an Tavernen und Ouzobars mit den typischen zum Trocknen aufgehängten Tintenfischen.


Rund zwei Kilometer entfernt, am langen Sandstrand von Mavrovouni, liegen mehrere Campingplätze. Wir steuern den Gythion Bay an, der überraschend gut besucht ist. Von hier aus kann man herrlich am Dünenstrand wandern, sowohl morgens als abends herrliche Stimmungen einfangen. Außerdem punktet der Platz mit sauberen Sanitäreinrichtungen und einem Restaurant an der großzügigen Poolanlage zum Meer hin. In der Vor-und Nachsaison ist es hier ruhig.


Uns zieht es weiter nach Norden, um die letzten Tage in Palouki am Westpeloponnes ausklingen zu lassen. Wir wissen aber jetzt schon, daß wir den Süden bald wieder besuchen werden, hier gibt es noch so viel zu entdecken !- Palouki und Rückreise



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