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Süddalmatien August/September 23



Mit unserem Van Archie und unserem Roller Angelo (oder doch Angelina) geht es diesmal in den Süden Dalmatien: Wir wollen die Möglichkeit nutzen einige Inseln und Orte von der Landseite her zu erkunden, die wir bei unseren Segeltörns lieb gewonnen haben.


Anreise


Wir schätzen es mittlerweile sehr, uns auch auf der An- und Abreise ein paar Übernachtungspunkte zu setzen . Dadurch minimieren sich die täglichen Fahrtstrecken und wir können Altbekanntes wiedersehen und Neues entdecken.


Ein Fixpunkt auf der Route nach Kroatien ist immer ein Stopp vor der slowenischen Grenze bei "Oliver kocht". Der Stellplatz ist für uns mit Anhänger unkompliziert - auf den großen Platz stellen - genießen - und am nächsten Morgen weiterfahren.



Ganz problemlos erreichen wir zunächst das steil zum Meer abfallende Velebitgebirge. Bei einem Stopp am Sveti Rok gibt es herrliche Fotomotive.



Unser nächstes Ziel ist Skradin, der pittoreske Ort nahe den Krka Wasserfällen.



Wir bekommen ein schönes Plätzchen auf dem Kamp Skradinske, das mit seiner fußläufigen Entfernung zum Ort und der Bootsanlegestelle punktet. Blitzsauber sind die Sanitäranlagen und wir fühlen uns hier wohl.



Wir bummeln durch die herausgeputzte Stadt bis zu der uns wohlbekannten Marina und genießen den ersten Abend mit köstlichen Meeresfrüchten und gutem Wein.




Am nächsten Morgen fahren wir mit dem ersten Boot zu den Wasserfällen, noch sind nur wenige Touristen vor Ort. Immer wieder schön durch diese herrliche Natur zu wandern.



Mit dem Boot geht es dann weiter zum Kloster Visovac auf der gleichnamigen Insel des Sees und zum Roski Slap. Was für ein Spaß uns hier abzukühlen!



Abends kehren wir in der Konoba Toni ein, die für uns eine Fischpeka vorbereitet hat, Die Gerichte unter der Peka, einer Steinglocke geschmort, sind besonders aromatisch und schmackhaft



Geheimtipp Halbinsel Pelejsac


Tags darauf zieht es uns weiter nach Süddalmatien. Über die Autobahn und die neue Brücke auf die Halbinsel Pelejsac ist die Anfahrt nun wesentlich einfacher, da man nicht mehr die Fähre benutzen muss.


Nicht nur die elegante Brücke, die es nun ermöglicht Dubrovnik zu erreichen ohne durch Bosnien fahren zu müssen, auch die Landschaft beeindruckt uns sehr.



Unser heutiges Ziel liegt in der Bucht von Prapratno, der ideale Ausgangspunkt für die Ausflüge der nächsten Tage. Hinter dem schönen, wenn auch noch sehr belebten Sandstrand erstreckt sich ein weitläufiger Campingplatz unter großen Bäumen, der sich weit ins Landesinnere hinein zieht. Wir finden einen schönen Platz unter Bäumen unweit des Meeres. Die Sanitäranlagen sind einfach, der Platz hat einen gut sortierten Supermarkt und eine nette Beachbar und Restaurant.



Am Ende der Bucht befindet sich der Fähranleger um auf die


Insel Mljet


zu gelangen. Idealerweise gibt es sowohl morgens als auch abends gute Verbindungen auf die Insel, die wir auch mit unserem Roller nutzen.

Da wir den Norden Mljets mit seinem großartigen Nationalpark von unseren Segeltörns gut kennen, zieht es uns in den Süden. Die Straße ist gut und kaum befahren, ein echtes Vergnügen mit dem Moped. Wir können von der Straße aus die Ausblicke in die Buchten so richtig genießen. Ein Badestopp an der Saplunarabucht, ein Wiedersehen mit dem ein oder anderen Ankerplatz aus früheren Jahren.



Zum Mittagessen fahren wir hinunter in die Okukljebucht, die Konoba, in der wir einige Male zu Gast waren, ist preislich leider kaum mehr erträglich. Nachmittags ein Drink in der stylischen Bar in der Marinja Konoba und schon geht es wieder nach Sobra, wo die Fähre bereits auf uns wartet.



Abends essen wir köstlichen Fisch in Jodzeps Weinlokal oberhalb der Prapratno- Bucht, ein ganz besonderer Platz mit Flair und einem ganz fürsorglichen Gastgeber. Sowohl der Oktopussalat als auch der Fisch sind vom Feinsten, die Preise -im Gegensatz zu Mljet - sehr fair! Zum Abschluß gab es noch einen guten Schnaps und eine Verkostung im Weinkeller- Danke Jodzep, wir gehen als Freunde und kommen sicher wieder!




Ein weiterer Ausflug führt uns nach


Ston


Ganz im Süden der Halbinsel Pelejsac begeistert uns diese kleine Stadt- nein eigentlich sind es zwei Orte, die durch eine mehr als 5 Kilometer lange Mauer miteinander verbunden sind. Während Ston mit seiner Festung und den riesigen Salzgewinnungsanlagen an dem Richtung Süden ausgerichteten langgezogenen Stonski Kanal liegt, ist Mali Ston an der nach Norden ausgerichteten Bucht gelegen, die malerisch zwischen der Halbinsel Pelejsac und dem Festland liegt.


Ston


Schon aus der Lage lässt sich die strategische Bedeutung erkennen.

Bereits unter den Römern entstand hier eine Siedlung und die ersten Salzgärten. Im 14. Jahrhundert wurde die Halbinsel Pelejsac der mächtigen Republik Dubrovnik einverleibt.

Die Gewinnung des kostbaren Salzes war ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Zu dieser Zeit wurde die rund fünf Kilometer langen Mauer gebaut - so war die Halbinsel vollständig kontrollierbar. Selbst ein schweres Erdbeben im Jahr 1996 konnte die Mauer nicht erschüttern und so ist sie heute die längste Festungsmauer Europas.


Mali Ston


Beide Orte haben ganz entzückende und noch sehr authentische Ecken und der Blick von der Mauer ist großartig.



Bekannt ist die Gegend vor allem auch für seine Austern- und Fischzucht.


So fahren wir in den nörlichen Malistonskikanal und in der Konoba Ficovic kommen wir auch kulinarisch voll auf unsere Rechnung. Die fangfrischen Austern und Muscheln sind ein Gaumenschmaus, auch wenn man davon nicht in Übermaßen essen sollte!

Die Landschaft ist hier einmalig schön, einzig der starke Jugo, der selbst die Gläser von den Tischen fegt, stört die Idylle.



Nun geht es die Halbinsel Pelejsac nach Norden zu unserem eigentlichen Ziel:


Orebic- Camp Lavanda


Schon die Anfahrt mit den Ausblicken nach Mljet, Kocula und den vorgelagerten Inseln ist spektakulär.


Auf dem Campingplatz beziehen wir unseren (vorab reservierten) Traumplatz direkt oberhalb des Meeres. So schön der Platz ist, er ist recht exponiert und wir werden in den nächsten Tagen einige Mal von den Fallwinden recht "durchgerüttelt".



Der Campingplatz selbst besticht durch seine beispielhafte Infrastruktur. Die Sanitäreinrichtungen, das Restaurant, die Sauberkeit- alles 1A. Wir haben einen herrlichen Ausblick sowohl auf das Meer mit seinen Inseln als auch auf das Gebirge, das Wasser ist glaskar und hat eine Temperatur von angenehmen 27 Grad - ein richtiger Wohlfühlort.





Orebic

liegt am Fuße des Sveti Ilja, des mit knapp 1000m höchsten Berges der Halbinsel. Gegenüber befindet sich Korcula, die Hauptstadt der gleichnamigen Insel.

Seit dem 19. Jahrhundert war Orebic Heimat vieler bedeutender Kapitäne, heute erinnern daran noch die wunderschönen Kapitänshäuser im Ortszentrum. Im Gegensatz zu Korcula versucht Orebic sehr authentisch zu bleiben, viele Bräuche werden hier noch praktiziert und der Ort wirkt viel bodenständiger als das mondäne Korcula uf der anderen Seite.



Uns hat die lange Uferpromenade ganz besonders gut gefallen, mit Ihren netten Konobas, speziell im Andiamo haben wir köstliche Fischgerichte gegessen. Das Preisniveau liegt weit unter dem gegenüber liegenden Korcula, hier zahlt man für die Kugel Eis noch wohlfeile 1,50, da haben wir anderswo schon bis zum Dreifachen dafür berappen müssen.




Ein ganz besonderer Platz ist das über der Stadt gelegene Franziskanerkloster mit einem atemberaubenden Ausblick, einem kleinen Museum und der Kirche.


Unweit davon haben wir ein Lokal aufgespürt, das seinesgleichen sucht. Ebenfalls in traumhafter Lage hoch über Orebic, direkt an der schroffen Felswand liegt die Konoba Hrid. Da wir zeitgercht dort sind ergatterten wir den einzigen, für diesen Abnd noch nicht reservierten Tisch. Das Wildschweinragout war mein einziges Fleischgericht während des gesamten Urlaubs, ich habe es nicht bereut!



Korcula

Natürlich besuchen wir auch wieder diese wunderschöne Stadt. die wir bei vielen Segeltörns angesteuert haben. Nur 10 Minuten dauert die Überfahrt mit der Personenfähre- und wir tauchen für einen Abend ein in das mondäne Getümmel dieser reizenden Stadt ein.



Leider hat Korcula der Massentourismus nicht gut getan. Während wir in Orebic für eine gute Flasche Wein zum Essen 18 Euro bezahlt haben, werden hier in mehreren Lokalen Preise von über 10 Euro für 1/8l angeboten. So gut kann der Wein nicht sein, dass er zu diesern Wucherpreisen schmecken kann!



Kreuzfahrtsschiffe mit reichen Amerikanern legen hier an, nicht zu Unrecht, denn das Städtchen ist herausgeputzt und sehr pittoresk.

Trotzdem sind wir froh abends - bei herrlichem Sonnenuntergang- wieder nach Orebic zurück fahren zu können.


Loviste

Am äußersten Ende der Halbinsel - nach einer aussichtsreichen Fahrt mit unserem Roller über das Gebirge erreichen wir diesen entzückenden, kleinen Ort an einer großen Bucht, von wo aus wir schon den Süden der Insel Hvar ausnehmen können.



Auch hier hält der Tourismus Einzug - bisher ohne die Idylle des Ortes zu zerstören. Kleine Appartements und Pensionen reihen sich an der weitgeschwungenen Bucht, im Ortszentrum gibt es eine Handvoll authentischer Häuser und Lokale- ansonsten Natur pur!




Wir genießen es diesmal für längere Zeit auf ein und demselben Platz zu stehen, zumal der Campingplatz auch wirklich großartig ist. Wir genießen noch ein letztes Abendessen in dem hervorragenden Restaurant und die herrliche Abendstimmung.





Rückreise:

Nach 12 erholsamen Tagen auf dem Camping Lavanda fällt es uns schwer Abschied zu nehmen. Auf der Rückfahrt über den Peljesac machen wir noch einige Stopps, nicht nur die Landschaft ist faszinierend, auch die vielen Möglichkeiten den für diese Gegend bekannten Dingac - Wein zu kaufen verzögern die Rückfahrt.




Auf der Rückreise machen wir am Fuße des Velebitgebirges Rast, quasi die letzte Möglichkeit nochmals einen Abend am Meer zu verbringen. Das Camp Pisak in Saline ist gut besucht, auch hier alles sauber und dieser prachtvolle Sonnenuntergang macht uns den Abschied von der Adria nicht leicht.



Die Heimfahrt wird uns diesmal wesentlich verkürzt, da durch den Schengenbeitritt Kroatiens die Passkontrollen samt oftmaligen Grenzstaus erspart bleiben.

So erreichen wir schon am frühen Nachmittag Österreich und können uns rund um den Stellplatz noch die Füße vertreten und steirische Schmankerln einkaufen.

Abends genießen wir nicht nur das köstliche Essen bei Oliver , sondern auch einen lauen Sommerabend in diesem herrlichen Ambiente.



Frühmorgens meistert Archie auch noch die letzte Etappe in die Heimat, mit der ein sehr stimmiger und genussreicher Urlaub zu Ende geht.




































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