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Südafrika 1:Kapstadt

Eines Tages wirst Du aufwachen und keine Zeit mehr haben für die Dinge, die Du immer wolltest.Tu sie jetzt. Paoulo Celho


Seit meiner Kindheit ist es mein Wunsch dieses Land kennen zu lernen.

Endlich gibt es einen Nonstopflug von Wien nach Kapstadt! Der elfstündige Flug ist dank der Sitze in der fußfreien Reihe angenehm.

Kapstadt und seine Umgebung, die Metropole am Fuße des mächtigen Tafelberges, ist unser Fixpunkt für die ersten Tage.

Wir haben uns im reizenden Tree House www.thetreehouseboutiquehotel.co.za im Stadtteil Greenpoint einquartiert, ein sicheres Viertel unweit der Waterfront.

Im Vorfeld wurden wir immer vor der schlechten Sicherheitslage in Südafrika und speziell in Kapstadt gewarnt. Wir haben uns an grundlegende Ratschläge gehalten, einige Viertel gemieden und sind abends immer mit dem (sehr günstigen) Taxi gefahren. Nicht nur hier, an allen anderen besuchten Orte, haben wir uns sehr sicher gefühlt.


Für den ersten Tag haben wir einen Helikopterflug gebucht und machen uns auf den Weg zum am äußeren Ende der Waterfront gelegenen Helipad. Während wir uns an der Waterfront noch über die schönen Aussichten freuen, ziehen plötzlich Nebelschwaden auf.

Ein für Kapstadt durchaus normales Phänomen. Die Nebelbank manifestiert sich und lässt an diesem Tag keine Flüge mehr zu.

Ich fühle mich krank. Der vom Hotel herbeigerufenen Arzt, ein Gentleman der alten englischen Schule, diagnostiziert eine Bronchitis, verordnet Antibiotika und Bettruhe. Was für ein Pech in so einer faszinierenden Stadt im Hotelzimmer bleiben zu müssen!

Ich tröste mich mit dem weiten Rundblick von unserem Balkon, sehe auf das große Oval des Fussballsstadiums und die Robben Island. Diese ehemalige Gefängnisinsel- hier war Nelson Mandela fast zwei Jahrzehnte inhaftiert- ist heute ein beliebtes Ausflugsziel.

Andreas erkundet auf eigene Faust die Stadt und bringt schöne Fotos mit:

Hauptattraktion für Besucher wie Einheimische ist umunstritten die Victoria & Alfred Waterfront. Dort wo vor 150 Jahren Gold und Diamanten verschifft wurden, noch vor ein paar Jahrzehnten hier nichts außer Docks und Spelunken existierte, ist heute das pulsierende Herz der Stadt. Die alten Hafendocks beherbergen heute exquisite Shoppingmalls, Restaurants, Büros, 5-Sternehotels und Museen. Dazwischen sind große Freiflächen, wo Konzerte stattfinden oder Südafrikaner ganz spontan ihre Lebensfreude zum Ausdruck bringen. Einfach ein Vergnügen hier herumzuschlendern mit Blick auf den Tafelberg, der je nach Laune sein Wolkentischtuch trägt oder seine ganze Größe zeigt.

Andreas unternimmt eine Hafenrundfahrt und die Wolken reißen plötzlich auf, der Tafelberg zeigt sich .

Rund um das „Castle of Good Hope“ liegt das historische Zentrum. Es ist das älteste Kolonialgebäude von Südafrika und wurde im 17. Jahrhundert von der niederländischen Ostindien-Kompanie als Versorgungsstation für den Gewürzhandel errichtet.

Damals lag das weitläufige Gelände direkt am Meer. Durch Landerweiterungen ist es heute einige hundert Meter landeinwärts. Dazwischen drängen sich Wolkenkratzer, das wichtige Finanzzentrum der Stadt. Ebenso einen Besuch wert in der City Bowl ist das heutige Rathaus rundund die bunte Vielfalt an Lokalen.

Das Wetter bleibt wechselhaft. Trotzdem nimmt Andreas am nächsten Tag den Tafelberg in Angriff, keine Schlangen an der Kasse, dafür Nebel an der Bergstation. Nur kurz kann er sich oben aufhalten, dann muss er wieder mit der Gondel abwärts, da Sturm angesagt ist.

Das Wetter unweit des Kaps der Guten Hoffnung ist einfach unberechenbar.

So fährt er weiter nach Kirstenbosch . Der am Fuße des Tafelberges angelegte botanische Garten ist weltberühmt. Ende des 19. Jahrhunderts kaufte der Bergwerksmagnat und Premierminister Rhodes das 36 ha große Grundstück an, um es vor der Besiedelung durch einheimische Khoikhoi zu bewahren. Nach seinem Tod wurde das Gelände dem Staat überlassen und als botanischer Garten mit Schwerpunkt auf heimische Pflanzen weiter geführt. Im Sommer finden hier vielbesuchte Freiluftkonzerte statt.

Zum Abschluß unseres Aufenthaltes in Kapstadt kann Andreas dann doch noch mit dem Helikopter starten. Obwohl der Tafelberg wieder sein Tischtuch trägt ist der Flug spektakulär.

Auch für mich gibt es noch eine Chance auf dieses Erlebnis, denn den Tag vor unserem Abflug werden wir nochmals in Kapstadt verbringen. Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Abends fahren wir auf den Signal Hill, den Hausberg der Kapstädter. Hier herrscht eine ausgelassene Stimmung- Picknick ist für die Einheimsichen angesagt. Die herrliche Abendstimmung mit Blicken auf die Gebirgskette der Zwölf Apostel im Abendlicht ist einmalig. Tipp: Nicht mit dem eigenen Auto hinauffahren, es gibt kaum Parkplätze und die Taxis sind günstig.

Kapstadt zeigt sich als westlich orientierte Großstadt, oft können wir es gar nicht glauben in Afrika zu sein. Und doch - auch diese Stadt und das ganze Land hat mir großen Problemen zu kämpfen. In Kapstadt ist es insbesondere die Wasserknappheit. Die Stadt wächst stark, es fehlt an den nötigen Ressourcen und Infrastruktur. Selbst im Hotel gibt es Wasserrationierungen.

Mir geht es gesundheitlich wieder besser, wir haben für den letzten Abend einen Tisch im www.harbourhouse.co.za reserviert und so kann auch ich nochmals die abendliche Stimmung an der Waterfront genießen. Der Zufall will es, dass am Nachbartisch Gäste aus unserem Hotel sitzen, mit denen wir zusammen nicht nur gut speisen sondern uns auch austauschen können.

Je später der Abend, desto ausgelassener wird die Stimmung an der Waterfront.

Unser Mietwagen steht bereit - es geht los zur Gardenroute. Teil 2


























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